Sonntag, 30. April 2017

Rezension Fiona Cummins - Der Knochensammler Die Ernte

Fiona Cummins - Der Knochensammler Die Ernte

Rezension


Fiona Cummins
Der Knochensammler
Die Ernte
Thriller
480 Seiten
14,99€

Zum Inhalt

Er sammelt aus Leidenschaft. Knochen. Menschliche Knochen.
Doch das Herzstück fehlt ihm noch in seiner Sammlung.
Die Knochen von Jakey. Einem sechsjährigen Jungen, der am Münchmeyer-Syndrom leidet, einer seltenen Knochenkrankheit, die Jakeys Körper langsam verknöchern lässt ...

Den Knochensammler vergisst so schnell niemand mehr: Wie ein Schatten gleitet er durch Londons Straßen und verfolgt einen teuflischen Plan. Fiona Cummins‘ »Der Knochensammler – Die Ernte« ist ein schauderhaft genialer Thriller mit Bestseller-Format – so nervenzerfetzend wie Mo Hayders »Der Vogelmann«, so abgründig und faszinierend wie »Die Chemie des Todes«.

Zur Autorin (Quelle Fischer Verlage)

Fiona Cummins ist Journalistin und schreibt für große britische Tageszeitungen und Magazine, wenn sie nicht gerade an einem Roman arbeitet. Ihre »Knochensammler«-Thriller sorgten noch vor Erscheinen international für großes Aufsehen und wird fürs Fernsehen verfilmt. Fiona Cummins lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Essex.

Meine Meinung

Nicht nur das Cover ist äußerst ansprechend, auch Fiona Cummins Schreibstil fesselt von der ersten Seite an. Sie versteht es wie kaum eine andere Thrillerautorin, den Leser zu fesseln und zeitglich durch die Perfide Story zu entsetzen.
Selten hat man das Leseerlebnis so zwiegespalten durchlebt. Ekel und Faszination zugleich, das Bedürfnis das Buch die ganze Nacht zu lesen, während man es doch in die Ecke werfen möchte, um sich bei angeschaltetem Nachtlicht unter der Decke zu verkriechen.
Der Knochensammler ist so erschreckend und perfekt zugleich dargestellt, dass man sich tief in die Geschichte hinein versetzt, ob man will oder nicht.
Man fiebert mit, fürchtet um Jakey, um seine Angehörigen, begleitet den Knochensammler, es ist einfach nur fesselnd und alles andere blendet man beim Lesen aus.

Rezension Lucas Grimm - Nach dem Schmerz

Lucas Grimm - Nach dem Schmerz

Rezension


Lucas Grimm
Nach dem Schmerz 
Thriller
320 Seiten
16,99€

Zum Inhalt

Hannah Golds Sehnsucht nach Schmerz ...
Die gefeierte Cellistin Hannah Gold berührt die Menschen mit ihrer Musik, doch an sie selbst kommt nichts und niemand heran: Seit sie vor 25 Jahren gefoltert wurde, kann Hannah keinen Schmerz mehr empfinden. Die damals Siebenjährige wurde vor den Augen ihres Vaters, einem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium der DDR gequält, um geheime Informationen aus ihm herauszupressen. Er schwieg - aber schwieg er mit Absicht, um den Preis ihres Lebens? Hannah hat ihren Vater nie wieder gesehen, bis er eines Abends plötzlich in einem ihrer Konzerte sitzt. Von da an wird sie in einen Strudel aus alten und neuen Machenschaften hineingezogen. Wird verfolgt, angegriffen, gejagt. Es gibt keinen sicheren Ort mehr für sie, und sie begreift, dass es nur einen Ausweg geben kann: Sie muss hinter das Geheimnis ihres Vaters kommen.

Zum Autor (Quelle Piper Verlag)

Lucas Grimm ist das Pseudonym eines erfolgreichen Drehbuchautors, der sein Leben jahrelang als Musiker, Schauspieler, Filmemacher und Entrepreneur gefristet hat. Nach einem Schicksalsschlag ist er mehrere Monate durch Amerika, Indien, Tansania und Israel gereist und hat begonnen zu schreiben. 2017 erschien sein erster Roman "Nach dem Schmerz".


Meine Meinung

Das Cover ist sehr ansprechend, es erscheint düster und hell zugleich. Das "verlaufende" Schwarz passt zur Geschichte und stellt eine passende Verbindung zwischen Cover und Inhalt her.
Der Schreibstil ist angenehm und gut verständlich. Es ist dennoch ratsam, dieses Buch nicht "nebenbei" zu lesen, da die Geschichte rasch sehr komplex wird. 
Inhaltlich, so lässt es der Klappentext vermuten, ist es eine sehr spannende Geschichte. Leider hat mich persönlich der geschichtliche Hintergrund nicht ganz überzeugt. Ein anderes Setting hätte mir mehr zugesagt. Die Story samt Hintergrund erscheint aber sehr gut recherchiert, und es isst lediglich meine persönliche Meinung bezüglich des geschichtlichen Backrounds. 
Die Geschichte um Folter und bittere, schwarze Familiengeheimnisse sind überzeugend und fesselnd und daher zu empfehlen.

Mittwoch, 15. März 2017

Rezension Mark Billingham - Die Lügen der Anderen

Mark Billingham - Die Lügen der Anderen

Rezension



Mark Billingham
Die Lügen der Anderen
Thriller
416 Seiten
9,99€

Zum Inhalt

In einem Hotel in Florida treffen zufällig drei Pärchen aus England aufeinander. Sie freunden sich an; es scheint der perfekte Urlaub zu sein. Doch in der letzten Nacht vor der gemeinsamen Abreise verschwindet ein Mädchen aus dem Hotel, das später tot aufgefunden wird. Zurück in England laden sich die drei Paare reihum nach Hause ein. So kommt es zu drei Begegnungen, die zunehmend geprägt sind von Merkwürdigkeiten, Misstrauen und dem beklemmenden Verdacht, dass hinter der Fassade des jeweils anderen nichts ist, wie es scheint. Je mehr sich die neuen Freunde voneinander erzählen, desto unheimlicher werden sie sich.

Zum Autor (Quelle Randomhouse)

Mark Billingham, geboren in Birmingham, ist als Autor von Drehbüchern und TV-Serien äußerst erfolgreich und wurde bereits mit dem "Royal Television Award" ausgezeichnet. Die Krimi-Serie um den eigenwilligen Detective Inspector Tom Thorne ist international ein großer Erfolg. Neben dem BCA-Award, dem Theakston's Award für den besten Krimi des Jahres und Nominierungen für den Gold Dagger wurde die Serie um Tom Thorne mit dem Sherlock Award für die beste Detektivfigur im britischen Kriminalroman ausgezeichnet. Sie wird außerdem derzeit von der BBC für das englische Fernsehen verfilmt. Mark Billingham lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in London.

Meine Meinung

Erinnert erstmal an einen altbekannten Krimi von Agatha Christie, aber es entwickelt sich hier rasant zu einem angenehmen Thriller über das Misstrauen und den aufkeimenden Verdacht unter Fremden.
Mark Billingham hat einen angenehmen und dennoch ansprechend spannenden Schreibstil, in den man sich schnell einfindet. Die Charaktere sind gut dargestellt und auf verschiedene Weise kann man sich in sie hineinversetzen oder ihnen misstrauisch gegenüber stehen. Man verfolgt das Geschehen bis zum (grausamen) Ende.

Rezension Eva Fürst - Der Mädchenflüsterer

Eva Fürst - Der Mädchenflüsterer

Rezension




Eva Fürst
Der Mädchenflüsterer
Psychothriller
416 Seiten
9,99€

Zum Inhalt

Ein kalter Novembermorgen. Eine Mutter öffnet einen rosafarbenen Brief, der vor ihrer Haustür liegt. Darin entdeckt sie die Handschrift ihrer seit Jahren vermissten Tochter – und einen verzweifelten Hilferuf ... Gleichzeitig untersucht Rechtsmedizinerin Maja Heuberger eine grausam zugerichtete Leiche. Die Obduktion ergibt, dass es sich um das Skelett jenes vermissten Mädchens handelt, allerdings ist es seit sechs Jahren tot. Niemand anderes als ihr Mörder kann den grausamen Hilferuf an ihre Mutter gesandt haben. Doch der Brief bleibt nicht der einzige, und als auch Maja Heuberger einen erhält, ist klar, dass sie den Mörder höchstpersönlich fassen muss.

Zur Autorin (Quelle Randomhouse)

Eva Fürst ist im Erzgebirge aufgewachsen und auch heute noch ihrer Heimat treu. Sie lebt und arbeitet in Sachsen als Redakteurin, Autorin, Lektorin und Leiterin von Schreibwerkstätten. Die passionierte Literaturliebhaberin verehrt Erich Kästner, Roald Dahl, Gert Prokop, John Ronald Reuel Tolkien, Mario Vargas Llosa, Waltraud Lewin und Einar Turkowski. Zurzeit schreibt sie an ihrem nächsten Psychothriller.

Meine Meinung

Der Schreibstil des Buches war sehr angenehm und man konnte sich sehr gut in die spannende Geschichte hineinversetzen. Die Story ist so spannend wie auch grausam. Man kann kaum erahnen, wie sich die Mutter fühlen mag. Man fiebert mit Maja Heuberger und folgt ihr auf eine spannende Jagd. Die Personen sind tief und eindrucksvoll dargestellt, so dass man sich mit ihnen identifizieren kann. Es fehlt dem Buch kaum etwas und auch die Länge ist sehr angenehm. Alles in allem ein angenehmer Psychothriller.

Rezension Jenny Milewski - Angstmädchen

Jenny Milewski - Angstmädchen

Rezension



Jenny Milewski
Angstmädchen
Thriller
Heyne Verlag
336 Seiten
13,99€
Hier kaufen

Zum Inhalt

Die junge, schüchterne Malin zieht in ein Studentenwohnheim ein. Zu ihrer großen Freude bekommt sie das einzige Zimmer, das über eine Badewanne verfügt. Doch dann erfährt sie, dass sich darin ein Mädchen namens Yuko die Pulsadern aufgeschnitten hat. Kurz darauf findet Malin Haarbüschel, die nicht von ihr stammen können, und als sie eines Nachts eine blasse Gestalt sieht, wird ihr klar, dass etwas in ihr Leben getreten ist, das sie nicht mehr loswird. Etwas, das ihr Angst macht – das auf sie wartet – wo immer sie auch hingeht …

Zur Autorin (Quelle Randomhouse)

Jenny Milewski, geboren 1971, liebt Thriller und Horror. Sie arbeitet in der Werbebranche und hält neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit Vorträge über Spannung in Literatur und Film. In der schwedischen Szene hat sie bereits einen Namen und steht mit ihrem Debütroman Skalpelltanz für eine neue Thrillergeneration. Jenny Milewski lebt mit ihrem Mann in Malmö.

Meine Meinung

Ich konnte mich leider kaum auf das Buch einlassen. Die Story war für mich einfach zu strange. Es hat mich dann doch sehr an den Film "The Grudge" erinnert. Ich war nicht auf soviel japanischen Einfluss gefasst. Für mich hatte das Buch wenig mit einem Thiller gemein, eher mit einem leichten Horrorbuch.

Montag, 20. Februar 2017

Rezension Philip Kerr - Operation Zagreb

Philip Kerr - Operation Zagreb

Rezension


Philip Kerr
Operation Zagreb
Roman
512 Seiten
22,95€

Zum Inhalt

Die Jagd nach einem Balkan-Kriegsverbrecher und eine geheimnisvolle Diva. Band 10 der Reihe um Bernie Gunther.
Sommer 1942: Bernie Gunther arbeitet wieder im Polizeipräsidium am Alex in Berlin. Im Windschatten des Krieges scheinen sich die Verbrecher sicher zu fühlen, und Bernie hat besonders viel zu tun. Ein Befehl von Nazi-Propagandaminister Goebbels zwingt ihn dazu, alles stehen und liegen zu lassen, um in geheimer Mission nach Zagreb zu reisen. Er soll den Vater von Goebbels' Lieblingsschauspielerin Dalia Dresner finden - einen Priester, der sich den rechtsextremen Ustascha angeschlossen hat. Doch dann verschwindet Dalia selbst aus Goebbels' Dunstkreis, und Bernie muss sie unbedingt wiederfinden. Denn der Propagandaminister erträgt es nicht, wenn etwas nicht nach seinem Willen läuft...

Meine Meinung

Es ist das erste Buch aus der Reihe, das ich gelesen habe und leider hat man das auch sehr deutlich gemerkt. Ich wusste scheinbar Dinge über den Ermittler nicht, welche in den vorherigen Bänden vorkam. Das hat mir das Lesen leider erschwert, aber dieses Buch kann da ja nichts für.
Der Schreibtstil ist anspruchsvoll und auf einem höheren Niveau, was auch das Thema an sich schon bedingt. Ein gewisses Vorwissen über die Thematik wäre auch von Vorteil. Es handelt sich also nicht um ein Buch, welches man nebenbei und ohne die volle Konzentration weglesen könnte. Es verlangt dem (gebildeten) Leser etwas mehr ab. 
Für mich war es ein gelungener Mix aus Kriminal- und historischen Roman, der auf einem anspruchsvollen Niveau stagniert.

Rezension Paul Cleave - Der siebte Tod

Paul Cleave - Der siebte Tod

Rezension



 Paul Cleave
Der siebte Tod
432 Seiten
8,95€

Zum Inhalt

Mein Name ist Joe. Ich bin ein netter Kerl. Aber manchmal bringe ich Frauen um.

Joe hat sein Leben scheinbar fest im Griff - tagsüber jobbt er als Putzmann bei der Polizei, abends geht er anderen Tätigkeiten nach. Er denkt daran, seine Fische zweimal täglich zu füttern und seine Mutter mindestens einmal pro Woche zu besuchen, obwohl er ihren Kaffee ab und zu mit Rattengift verfeinert. Er stört sich kaum an den Nachrichten über den Schlächter von Christchurch, der - so wird behauptet - sieben Frauen umgebracht hat. Joe weiß, dass der Schlächter nur sechs getötet hat. Er weiß es ganz einfach. Und Joe wird diesen Nachahmer finden; er wird ihn für die eine Tat bestrafen und ihm die anderen sechs Morde anhängen. Ein perfekter Plan, denn er weiß bereits, dass er die Polizei überlisten kann. Das Einzige, was noch getan werden muss, ist, sich um all die Frauen zu kümmern, die nicht aufhören, ihm im Weg zu stehen.

Zur Buchreihe von Paul Cleave (Quelle Randomhouse)

Meine Meinung

Lange hatte ich das Buch, besser gesagt die ganze Buchreihe, auf meinem SuB und jetzt ärgere ich mich sehr, dass ich es nicht schon viel früher gelesen habe. Sicher, man muss mit dem Buch klarkommen. Es ist bestimmt nicht jedermanns Sache, dass aus der Sicht des Killers erzählt wird. Das geschieht auch noch sehr ironisch, teils derbe sarkastisch. Dennoch fand ich es sehr gelungen. Man findet Joe schon fast sympathisch. Komisch, aber wahr.
Ich möchte über das Buch an sich gar nicht viel sagen, denn es ist einfach anders und einfach gut. Wer Thriller mag, muss es einfach lesen.