Mittwoch, 15. März 2017

Rezension Mark Billingham - Die Lügen der Anderen

Mark Billingham - Die Lügen der Anderen

Rezension



Mark Billingham
Die Lügen der Anderen
Thriller
416 Seiten
9,99€

Zum Inhalt

In einem Hotel in Florida treffen zufällig drei Pärchen aus England aufeinander. Sie freunden sich an; es scheint der perfekte Urlaub zu sein. Doch in der letzten Nacht vor der gemeinsamen Abreise verschwindet ein Mädchen aus dem Hotel, das später tot aufgefunden wird. Zurück in England laden sich die drei Paare reihum nach Hause ein. So kommt es zu drei Begegnungen, die zunehmend geprägt sind von Merkwürdigkeiten, Misstrauen und dem beklemmenden Verdacht, dass hinter der Fassade des jeweils anderen nichts ist, wie es scheint. Je mehr sich die neuen Freunde voneinander erzählen, desto unheimlicher werden sie sich.

Zum Autor (Quelle Randomhouse)

Mark Billingham, geboren in Birmingham, ist als Autor von Drehbüchern und TV-Serien äußerst erfolgreich und wurde bereits mit dem "Royal Television Award" ausgezeichnet. Die Krimi-Serie um den eigenwilligen Detective Inspector Tom Thorne ist international ein großer Erfolg. Neben dem BCA-Award, dem Theakston's Award für den besten Krimi des Jahres und Nominierungen für den Gold Dagger wurde die Serie um Tom Thorne mit dem Sherlock Award für die beste Detektivfigur im britischen Kriminalroman ausgezeichnet. Sie wird außerdem derzeit von der BBC für das englische Fernsehen verfilmt. Mark Billingham lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in London.

Meine Meinung

Erinnert erstmal an einen altbekannten Krimi von Agatha Christie, aber es entwickelt sich hier rasant zu einem angenehmen Thriller über das Misstrauen und den aufkeimenden Verdacht unter Fremden.
Mark Billingham hat einen angenehmen und dennoch ansprechend spannenden Schreibstil, in den man sich schnell einfindet. Die Charaktere sind gut dargestellt und auf verschiedene Weise kann man sich in sie hineinversetzen oder ihnen misstrauisch gegenüber stehen. Man verfolgt das Geschehen bis zum (grausamen) Ende.

Rezension Eva Fürst - Der Mädchenflüsterer

Eva Fürst - Der Mädchenflüsterer

Rezension




Eva Fürst
Der Mädchenflüsterer
Psychothriller
416 Seiten
9,99€

Zum Inhalt

Ein kalter Novembermorgen. Eine Mutter öffnet einen rosafarbenen Brief, der vor ihrer Haustür liegt. Darin entdeckt sie die Handschrift ihrer seit Jahren vermissten Tochter – und einen verzweifelten Hilferuf ... Gleichzeitig untersucht Rechtsmedizinerin Maja Heuberger eine grausam zugerichtete Leiche. Die Obduktion ergibt, dass es sich um das Skelett jenes vermissten Mädchens handelt, allerdings ist es seit sechs Jahren tot. Niemand anderes als ihr Mörder kann den grausamen Hilferuf an ihre Mutter gesandt haben. Doch der Brief bleibt nicht der einzige, und als auch Maja Heuberger einen erhält, ist klar, dass sie den Mörder höchstpersönlich fassen muss.

Zur Autorin (Quelle Randomhouse)

Eva Fürst ist im Erzgebirge aufgewachsen und auch heute noch ihrer Heimat treu. Sie lebt und arbeitet in Sachsen als Redakteurin, Autorin, Lektorin und Leiterin von Schreibwerkstätten. Die passionierte Literaturliebhaberin verehrt Erich Kästner, Roald Dahl, Gert Prokop, John Ronald Reuel Tolkien, Mario Vargas Llosa, Waltraud Lewin und Einar Turkowski. Zurzeit schreibt sie an ihrem nächsten Psychothriller.

Meine Meinung

Der Schreibstil des Buches war sehr angenehm und man konnte sich sehr gut in die spannende Geschichte hineinversetzen. Die Story ist so spannend wie auch grausam. Man kann kaum erahnen, wie sich die Mutter fühlen mag. Man fiebert mit Maja Heuberger und folgt ihr auf eine spannende Jagd. Die Personen sind tief und eindrucksvoll dargestellt, so dass man sich mit ihnen identifizieren kann. Es fehlt dem Buch kaum etwas und auch die Länge ist sehr angenehm. Alles in allem ein angenehmer Psychothriller.

Rezension Jenny Milewski - Angstmädchen

Jenny Milewski - Angstmädchen

Rezension



Jenny Milewski
Angstmädchen
Thriller
Heyne Verlag
336 Seiten
13,99€
Hier kaufen

Zum Inhalt

Die junge, schüchterne Malin zieht in ein Studentenwohnheim ein. Zu ihrer großen Freude bekommt sie das einzige Zimmer, das über eine Badewanne verfügt. Doch dann erfährt sie, dass sich darin ein Mädchen namens Yuko die Pulsadern aufgeschnitten hat. Kurz darauf findet Malin Haarbüschel, die nicht von ihr stammen können, und als sie eines Nachts eine blasse Gestalt sieht, wird ihr klar, dass etwas in ihr Leben getreten ist, das sie nicht mehr loswird. Etwas, das ihr Angst macht – das auf sie wartet – wo immer sie auch hingeht …

Zur Autorin (Quelle Randomhouse)

Jenny Milewski, geboren 1971, liebt Thriller und Horror. Sie arbeitet in der Werbebranche und hält neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit Vorträge über Spannung in Literatur und Film. In der schwedischen Szene hat sie bereits einen Namen und steht mit ihrem Debütroman Skalpelltanz für eine neue Thrillergeneration. Jenny Milewski lebt mit ihrem Mann in Malmö.

Meine Meinung

Ich konnte mich leider kaum auf das Buch einlassen. Die Story war für mich einfach zu strange. Es hat mich dann doch sehr an den Film "The Grudge" erinnert. Ich war nicht auf soviel japanischen Einfluss gefasst. Für mich hatte das Buch wenig mit einem Thiller gemein, eher mit einem leichten Horrorbuch.

Montag, 20. Februar 2017

Rezension Philip Kerr - Operation Zagreb

Philip Kerr - Operation Zagreb

Rezension


Philip Kerr
Operation Zagreb
Roman
512 Seiten
22,95€

Zum Inhalt

Die Jagd nach einem Balkan-Kriegsverbrecher und eine geheimnisvolle Diva. Band 10 der Reihe um Bernie Gunther.
Sommer 1942: Bernie Gunther arbeitet wieder im Polizeipräsidium am Alex in Berlin. Im Windschatten des Krieges scheinen sich die Verbrecher sicher zu fühlen, und Bernie hat besonders viel zu tun. Ein Befehl von Nazi-Propagandaminister Goebbels zwingt ihn dazu, alles stehen und liegen zu lassen, um in geheimer Mission nach Zagreb zu reisen. Er soll den Vater von Goebbels' Lieblingsschauspielerin Dalia Dresner finden - einen Priester, der sich den rechtsextremen Ustascha angeschlossen hat. Doch dann verschwindet Dalia selbst aus Goebbels' Dunstkreis, und Bernie muss sie unbedingt wiederfinden. Denn der Propagandaminister erträgt es nicht, wenn etwas nicht nach seinem Willen läuft...

Meine Meinung

Es ist das erste Buch aus der Reihe, das ich gelesen habe und leider hat man das auch sehr deutlich gemerkt. Ich wusste scheinbar Dinge über den Ermittler nicht, welche in den vorherigen Bänden vorkam. Das hat mir das Lesen leider erschwert, aber dieses Buch kann da ja nichts für.
Der Schreibtstil ist anspruchsvoll und auf einem höheren Niveau, was auch das Thema an sich schon bedingt. Ein gewisses Vorwissen über die Thematik wäre auch von Vorteil. Es handelt sich also nicht um ein Buch, welches man nebenbei und ohne die volle Konzentration weglesen könnte. Es verlangt dem (gebildeten) Leser etwas mehr ab. 
Für mich war es ein gelungener Mix aus Kriminal- und historischen Roman, der auf einem anspruchsvollen Niveau stagniert.

Rezension Paul Cleave - Der siebte Tod

Paul Cleave - Der siebte Tod

Rezension



 Paul Cleave
Der siebte Tod
432 Seiten
8,95€

Zum Inhalt

Mein Name ist Joe. Ich bin ein netter Kerl. Aber manchmal bringe ich Frauen um.

Joe hat sein Leben scheinbar fest im Griff - tagsüber jobbt er als Putzmann bei der Polizei, abends geht er anderen Tätigkeiten nach. Er denkt daran, seine Fische zweimal täglich zu füttern und seine Mutter mindestens einmal pro Woche zu besuchen, obwohl er ihren Kaffee ab und zu mit Rattengift verfeinert. Er stört sich kaum an den Nachrichten über den Schlächter von Christchurch, der - so wird behauptet - sieben Frauen umgebracht hat. Joe weiß, dass der Schlächter nur sechs getötet hat. Er weiß es ganz einfach. Und Joe wird diesen Nachahmer finden; er wird ihn für die eine Tat bestrafen und ihm die anderen sechs Morde anhängen. Ein perfekter Plan, denn er weiß bereits, dass er die Polizei überlisten kann. Das Einzige, was noch getan werden muss, ist, sich um all die Frauen zu kümmern, die nicht aufhören, ihm im Weg zu stehen.

Zur Buchreihe von Paul Cleave (Quelle Randomhouse)

Meine Meinung

Lange hatte ich das Buch, besser gesagt die ganze Buchreihe, auf meinem SuB und jetzt ärgere ich mich sehr, dass ich es nicht schon viel früher gelesen habe. Sicher, man muss mit dem Buch klarkommen. Es ist bestimmt nicht jedermanns Sache, dass aus der Sicht des Killers erzählt wird. Das geschieht auch noch sehr ironisch, teils derbe sarkastisch. Dennoch fand ich es sehr gelungen. Man findet Joe schon fast sympathisch. Komisch, aber wahr.
Ich möchte über das Buch an sich gar nicht viel sagen, denn es ist einfach anders und einfach gut. Wer Thriller mag, muss es einfach lesen. 




Rezension Jeffery Deaver - Die Menschenleserin

Jeffery Deaver - Die Menschenleserin

Rezension



Jeffery Deaver
Die Menschenleserin
544 Seiten
9,95€

Zum Inhalt

Der erste Fall für Jeffery Deavers neue faszinierende Ermittlerin Kathryn Dance! Vor acht Jahren löschte der hochintelligente Psychopath Daniel Pell auf einen Streich eine ganze Familie aus – zumindest beinahe: Allein die neunjährige Tochter überlebte die Schreckensnacht. Doch nun ist Pell die Flucht aus der Haft gelungen. Und nur Kathryn Dance kann jetzt noch verhindern, dass der Mörder sein Versäumnis von damals wettmacht. Doch dafür muss die geniale Verhörspezialistin ganz tief in Daniel Pells Psyche eintauchen – ein Höllentrip, von dem es vielleicht keine Wiederkehr für sie gibt …

Zum Autor (Quelle Randomhouse)

Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Wie kaum ein anderer beherrscht der von seinen Fans und den Kritikern gleichermaßen geliebte Jeffery Deaver den schier unerträglichen Nervenkitzel, verführt mit falschen Fährten, überrascht mit blitzschnellen Wendungen und streut dem Leser auf seine unnachahmliche Art Sand in die Augen. Seit dem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat er sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher, die in 25 Sprachen übersetzt werden und in 150 Ländern erscheinen, haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingebracht. Die kongeniale Verfilmung seines Romans "Die Assistentin" unter dem Titel "Der Knochenjäger" (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) war weltweit ein sensationeller Kinoerfolg und hat dem faszinierenden Ermittler- und Liebespaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs eine riesige Fangemeinde erobert.

Meine Meinung

Es ist nicht mein erstes Buch von Jeffery Deaver, weshalb ich seinen Schreibstil schon kannte. Sehr angenehm, nicht zu hochgestochen, sehr einprägsam.
Die Geschichte ist gut konzipiert, auch wenn man relativ zügig mit dem Täter vertraut gemacht wird, nimmt das der Spannung nichts. Man kann Kathryn Dance als Ermittlerin gut folgen und geht mit ihr gemeinsam auf Spurensuche. Es handelt sich hier um Band 1 der Kathryn Dance Reihe und ich vermute, dass man im Laufe der Reihe, noch näher an die Protagonistin herangeführt wird. Durch solche Buchreihen, für die Deaver bekannt ist, verspürt man eine angenehme Verbindung zum Protagonisten. Das finde ich sehr angenehm. 
Kurz zurück zur Story. Sie hat eine roten Faden, an welchen sich Deaver kategorisch hält, was mir sehr zusagt. Die Geschichte verliert trotz der hohen Seitenzahl nicht an Spannung und ist absolut lesenswert.

Rezension Paul Finch - Schwarze Witwen

Paul Finch - Schwarze Witwen

Rezension


Paul Finch
Schwarze Witwen
Thriller
512 Seiten
9,99€

Zum Inhalt

Keiner entgeht ihrem Netz
Eine junge Frau steht am Straßenrand, ein Mann hält an und nimmt sie ein Stück mit. Kurz darauf wird der Fahrer tot und grausam verstümmelt im Wald gefunden – das erste von vielen Opfern. »Jill the Ripper«, wie die Killerin von der Presse bald getauft wird, versetzt ganz England in Angst und Schrecken. Die junge, ambitionierte Polizistin Lucy Clayburn schwört sich, diesen Morden ein Ende zu setzen. Verdeckt ermittelt sie in der Unterwelt Manchesters – und ahnt nicht, dass der Chef des brutalen Syndikats »The Crew« ihr dicht auf den Fersen ist …

Zum Autor (Quelle Piper Verlag)

Paul Finch hat als Polizist und Journalist gearbeitet, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er hat zahlreiche Drehbücher, Kurzgeschichten und Horrorromane veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem British Fantasy Award und dem International Horror Guild Award. Er veröffentlichte bereits mehrere sehr erfolgreiche Thriller um den Ermittler Mark »Heck« Heckenburg. Seine neue Serie, in der Lucy Clayburn ermittelt, eroberte England im Sturm. Paul Finch lebt mit seiner Familie in Lancashire, England.

Meine Meinung

Bei dem Namen "Jill the Ripper" ist ja der Name ne klare Ansage und Programm. Es gibt zahlreiche Tote und eine wilde Jagd auf die Mörderin. Besonders toll im Zusammenspiel der Protagonisten ist, dass es zwei Frauen sind, die sich jagen. Polizistin versus Killerin. 
Die Geschichte liest sich sehr flüssig, der Schreibstil überzeugt durch eine angenehme Art und eine eingängige Sprache. 
Paul Finch versteht es, die Geschichte spannend zu gestalten, ohne zu übertreiben oder sich in unrealistischen Handlungssträngen zu verlieren.
Bis zum Ende war es wenig vorhersehbar, was geschieht. Sehr angenehm. Der Spannungsbogen baut sich konitnuierlich auf und endet in einem unfassbar gut gestalteten Plot.