Freitag, 21. Oktober 2016

Rezension Mareike Marlow - Blaubeermorde

Mareike Marlow - Blaubeermorde

Rezension


Mareike Marlow
Blaubeermorde
272 Seiten
9,99€

Zum Inhalt

Tessa, 32, träumt vom Leben auf dem Land, mit Rüschchen-Schick und Obstkuchen. Jana, 63, lebt auf dem Land, mit Gummistiefeln und Misthaufen. Eigentlich haben die beiden nichts gemeinsam. Bis auf die Tatsache, dass sie Halbschwestern sind – und das Haus am See, das sie zusammen geerbt haben. Ach ja, und natürlich die Leiche in ebenjenem See ... Mit norddeutscher Gelassenheit und Berliner Elan machen die ungleichen Schwestern sich an die Lösung ihres ersten Mordfalls.

Zur Autorin (Quelle Droemer Knaur)

Ihre ersten Geschichten erfand Mareike Marlow im Urstromtal der Isar, wenn sie dort mit ihrem Hund auf Entdeckungstour war. Als junge Frau in Berlin gestrandet, genoss sie zwar die Annehmlichkeiten der Großstadt, die niemals schläft, doch tief im Herzen wuchs die Sehnsucht nach Landluft. Und so zog sie mit ihrem Mann von der Hauptstadt in ein wunderbares niedersächsisches Örtchen. Dort widmet sie sich ihrem Garten, stromert mit ihren Kindern durch die Natur und findet dadurch immer wieder neue Ideen für ihre Bücher.

Bisher erschienene Bücher

Blutroter Flieder

Blaubeermorde

Zum Cover

Das Cover ist höchst ansprechend und nimmt das Thema "Blaubeeren" aus dem Titel auf. Trotz des appetitlichen Covers, ist der Grundtenor recht dunkel und düster, was dann wieder zum Mord passt.
Grundsätzlich ist das Cover ansprechend, passend zum Titel, ohne das geringste zu verraten.

Zum Einband

Interessant ist, dass das Buch keinen normalen Taschenbucheinband besitzt, sondern -ich nenne es mal- einen geriffelten Einband hat. Das macht es interessant, das Buch in den Händen zu halten. Ein Buch mit einem solchen Einband besitze ich noch nicht. Es ist mal was Neues.

Meine Meinung

Generell bin ich erstmal skeptisch, wenn es sich um einen deutschen Krimi handelt. Ich bin eher der Fan der amerikanischen oder britischen Autoren. Dieses Buch war aber eine wahre Überraschung. Die einzelnen Kapitel sind schön aufgemacht, besonders nett waren die enthaltenen Rezepte. Leider bin ich nicht sonderlich begabt, wenn es um das Backen geht, daher kann ich leider kein Beweisfoto liefern. 
Thematisch war für mich interessant, dass sich die Schwestern eigentlich nicht nahe stehen und nun zusammen "arbeiten" müssen. Ok, sie sind Halbgeschwister, was der große Altersunterschied auch nahelegt, aber es ist schon interessant, diesen Wandel mitzuverfolgen. Selbst wenn sie nicht miteinander verwandt wären, alleine der Altersunterschied hat schon was von einem Lehrer-Schüler-Verhältnis.
Die Schwestern sind treffend und typisch norddeutsch dargestellt worden. Da ich selber in Norddeutschland lebe, habe ich vieles wiedererkannt. Ist schon faszinierend, wie man so gewisse Klischees findet und erkennt. Ist das immer ein Vorurteil? Ich weiss es nicht.
Der Kriminalfall an sich war gut beschrieben und man kam lange nicht auf den Täter. Gegen Ende konnte man dann einen Verdacht hegen, der sich auch bestätigte. Dies schmällerte aber nicht die Lesefreude, so dass man das Buch locker weg lesen konnte.
Als Fazit ist zu sagen, dass es ein nettes Buch für einen gemütlichen Sonntagnachmittag ist.

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